Zalandos Produktfilter – ein SEO-technisches Meistwerk

Schrei vor Glück. Ich denke, dass es kaum eine Person gibt, die diesen Slogan nicht schon einmal gehört hat. Die Erfolgsgeschichte des 2008 gegründeten Schuhversands in Berlin ist nach wie vor nicht aufzuhalten. Im Bereich SEO bietet die Website viele interessante Features. Heute möchte ich die Filter-Architektur etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Aufbau und Optionen des Zalando-Filters

Hier sehen Sie einen Screenshot des Zalando-Filters aus der Kategorie T-Shirts für Herren. Es handelt sich hierbei um zehn zusammenliegende Kacheln. Jede Kachel bzw. Button stellt eine Filter-Option dar. Diese reichen von Der Filter besitzt zehn Basiseinstellungen, die sich in weitere Optionen unterteilen:

  • 250 Marken
  • 18 Farben
  • Preis: Schieberegler
  • 28 Größen
  • 13 Obermaterialien
  • Zwei Kollektionen
  • Drei Zeitfilter
  • 6 Anlässe
  • 18 Kragenformen
  • 15 Muster

Zusammengerechnet ergeben sich aus den einzelnen Optionen also 15.921.360.000 (fast 16 Milliarden) Möglichkeiten. Da Google diese große Menge an Seiten niemals indexieren würde besteht die Herausforderung für die Zalando-SEOs also darin zu entscheiden, welche dieser Seiten indexiert werden und welche nicht. Hinweis: Wir reden hier lediglich über die Unterkategorie „Shirts“ für Herren. 

Nachtrag: Beim Filter „Marke“ handelt es sich nicht um einen Filter im klassischem Sinne. Es handelt sich hierbei um eine Verlinkung zu der jeweiligen Kategorie, z.B. „Abercrombie and Fitch T-Shirts“. Die Anzahl der Möglichkeiten reduziert sich dadurch auf 63.685.440.

Index follow vs. noindex follow – Die Ausgangslage

Filter Index,follow Beispiele Suchanfragen
Marke Ja Hilfiger T-Shirt
Farbe Ja Rotes T-Shirt
Preis Nein T-Shirt für 10€
Grö0e Ja T-Shirt Größe L
Obermaterial Nein Baumwoll-T-Shirt
Kollektion Nein T-Shirt Herbst-Winter-Kollektion
Zeitfilter Nein T-Shirt der Woche
Anlass Nein Business T-ShirtT
Kragenform Nein T-Shirt rundhals
Muster Nein Print T-Shirt

Es zeigt sich durch die Robots-Anweisungen, dass lediglich Marke, Größe und Farbe zu indexierbaren Ergebnissen umgewandelt werden. Die Anzahl indexierbarer Seiten sinkt somit auf 504 Seiten je Kategorie.

Dynamische H1-Überschriften & Meta-Informationen

Eine solche Menge an Kategorien liese sich natürlich nur sehr großem Aufwand pflegen. Ich vermute deshalb, dass die H1-Überschriften und Meta-Informationen dynamisch generiert werden, wobei folgendes Schema verwendet wird:

H1 Überschriften:

„Filter 1″ + Shirts“ = schwarze Shirts

„Filter 1“ + „Shirts“ + „Filter 2“ = schwarze Shirts Größe 48

Meta-Title: 

„Filter 1“ + Shirts + „Filter 2“ + versandkostenfrei bestellen = Schwarze T-Shirts Größe 42 versandkostenfrei bestellen

Zusammenspiel verschiedener Filter:

In der obenstehenden Tabelle haben wir geklärt, welche Filter indexierbar sind und welche nicht. Doch wie verhält es sich, wenn die Filter untereinander gemischt werden? Bei genauerer Betrachtung des Codes stellt sich heraus, dass es hier zwei Regeln gibt, die im Einsatz sind:

Filterregel 1: Indexierbar + indexierbar = indexierbar

Filterregel 2: Indexierbar + nicht indexierbar = nicht indexierbar

1 comments leave a reply
  • 11. April 2017 at 19:27
    Ein WordPress-Kommentator

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